Diskussion:Ausarbeitung des Parteiprogrammpunkts Bildungspolitik

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Entscheidung?

Wie wurde auf dem BuPT 2008 über diesen Antrag entschieden? inkorrupt

wurde auf den Programmparteitag vertagt. --Jamasi 02:27, 20. Mai 2008 (CEST)

Überlegungen zur Überarbeitung (kursiv = Änderung nötig):

bitte kurze, treffende Sätze

Leute, schreibt bitte so, dass Frau Müller um die Ecke unsere Anliegen verstehen kann. Lasst dieses hochgestochene Deutsch weg. Schreibt bitte kurze, treffende Sätze --AndreasRomeyke 11:25, 10. Mär. 2008 (CET)

Es ist mir auch ein wenig wischi waschi, fast so schlimm wie bei meiner Ideenlehre der Piratenpartei. Darum hier mal ne kurze Forderung: Abschaffung der Schulpflicht, damit die Schulen bemüht sein müssen, dass die Schüler kommen und nicht durch die Polizei geliefert werden. Proofy 22:52, 17. Apr. 2008 (CEST)
Das Grundsatzprogramm enthält mit Absicht nur wenig "handfeste" Forderungen. Es ist, wie der Name sagt, allein dazu da _Grundsätze_ für das politische Handeln festzumachen, die sich nicht von Heute auf Morgen verändern. --Hunter808 22:41, 20. Apr. 2008 (CEST)

Warum

Jeder Mensch hat ein Recht auf freien Zugang zu Information und Bildung. Dies ist in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft essentiell, um jedem Menschen unabhängig von seiner sozialen Herkunft ein größtmögliches Maß an gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen. Das Hauptanliegen institutioneller Bildung ist daher die Unterstützung bei der Entwicklung zur mündigen, kritischen und sozialen Person.

Der freie Zugang zu Information und Bildung ist ebenso wirtschaftlich sinnvoll. Bildung ist eine der wichtigsten Ressourcen der deutschen Volkswirtschaft, da sie Grundlage für Innovation und Fortschritt ist.

Investitionen in Bildung sind damit Investitionen sowohl in die volkswirtschaftliche, als auch in die gesellschaftliche Zukunft.

(Idee aus Treffen: 3. Satz und 2. tauschen. -> Anschluss "Bildung als Ressource" an "unabhängig von der sozialen Herkunft")

Freier Zugang zur Bildungsinfrastruktur/Bildung ist Aufgabe des Staates

Der freie Zugang zu Bildungseinrichtungen ist im Interesse aller. Deshalb ist es Aufgabe der gesamten Gesellschaft, in Form des Staates, eine leistungsfähige und ihrem Zwecke angemessene Bildungsinfrastruktur zu finanzieren und frei zur Verfügung zu stellen. Bildungsgebühren jedweder Art stellen Hindernisse für den Zugang zu Bildung dar und sind deshalb kategorisch abzulehnen. Aus dem selben Grund sind auch proprietäre Lernmaterialien abzulehnen und die Verwendung und Erstellung von freien Werken zur Vermittlung von Wissen zu unterstützen.

Bildungsideal

 ? ( Bildung <> Information <> Erziehung)

Wie

Jeder Mensch ist ein Individuum mit persönlichen Neigungen, Stärken und Schwächen. Institutionelle Bildung soll daher dem Einzelnen helfen diese zu erkennen und ihm die Möglichkeit bieten, Begabungen zu entfalten, Schwächen ab zu bauen und neue Interessen und Fähigkeiten zu entdecken.

(folgender Teil noch vom anderen Text)

Neben starren Lehr- und Stundenplänen, werden vor allem Noten dieser Forderung nicht gerecht. Sie werden subjektiv vergeben, spiegeln selten die tatsächlichen Fähigkeiten des Lernenden wieder und stellen häufig mehr Hindernisse als Hilfen im weiteren Lebensweg dar.

Die Inhalte haben auf wissenschaftlichen Erkenntnissen zu basieren und müssen von einem neutralen Standpunkt aus vermittelt werden. Dies beinhaltet vor allem eine sachliche Darstellung, die Ausgewogenheit der Standpunkte und eine kritische Quellenauswertung.Private Finanzierung darf keinen Effekt auf die Bildungsinhalte haben.

Die Bildungsanstalten sind für die dortigen Schüler und Studenten ein wichtiger und einnehmender Bestandteil ihres Lebens. Um dem Auftrag zur Vermittlung demokratischer Werte gerecht zu werden, müssen deshalb auch die Bildungsanstalten in allen Bereichen demokratisch organisiert werden, insbesondere in der Verwaltung und bei Disziplinarmaßnahmen, aber auch durch Möglichkeiten die Bildungsinhalte selbst mitzugestalten. Dadurch werden nicht nur demokratische Werte vermittelt und vorgelebt, sondern es werden auch die Akzeptanz schulischer Maßnahmen und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Bildungsanstalten gestärkt. ->Einfluss auf Bildungspolitik

Medienkompetenz

Hallo liebe AG Bildungspolitik, es freut mich sehr was ihr geschrieben habt. Zur "Inspiration":

"Neben einer ausreichenden Zahl von Lehrern ist die Fortbildung der schon vorhandenen Lehrer zu fördern. Gerade Lehrer brauchen Kompetenz im Umgang mit neuen Medien. Es kann nicht sein, daß Kinder, Schüler und Auszubildende diese Aufgabe indirekt wahrnehmen, wie es heute an manchen Bildungseinrichtungen der Fall ist. Hierzu zählt auch die Forderung nach Benutzung von offenen, nach DIN oder ISO zertifizierten Standards zum Datenaustausch sowohl im Unterricht als auch in der Verwaltung."
Haha, DIN und ISO sind doch Nutten. Wir müssen den Schulen schon selbst diktieren, welche Dateiformate wir für akzeptabel halten. --Mms 21:48, 19. Okt. 2008 (CEST)

Mehr Lehrer

"Wie sieht es mit einer einfachen Forderung nach mehr Lehrkräften aus?

  • Die Lehrer sind m.E. überfordert in Klassen mit 30 und mehr Schüler.
  • Es sollten sofort Hilfslehrer zur schnellen Unterstützung eingesetzt werden.
  • Nur wenn den Schülern mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden kann, kann man auf sie individuell eingehen. "
Mehr Lehrer und kleinere Klassen führen nicht automatisch zu einer besseren Lehre. Eine Abkehr vom Einzelkämpfer Lehrer zu einem Team aus Lehrern, Erziehern, Psychologen und ggf. Sozialarbeitern, die die Lernenden gemeinsam betreuen, wäre sehr zu begrüßen. Außerdem müssten geeignete Maßnahmen ergriffen werden, die Lehrern, die mit ihrem Job unzufrieden sind, eine gute Möglichkeit bietet auszusteigen und einer anderen Arbeit nachzugehen. Lehrer müssen lernen im Team zu arbeiten, gezielt geschult werden und es sollte eine umfassende Burn-Out (und Depressions) Prävention geben. DerNarr 12:50, 8. Mai 2009 (CEST)
Letztlich läuft das aber doch auf mehr Personal pro Schüler hinaus, sei es nun Lehrer oder Erzieher. Ich denke, wenn wir (als Gesellschaft oder Partei) Bildung wichtig finden, sollten wir wirklich mehr investieren. -- Beispiel aus dem Alltag: an der lokalen Grundschule gibt es Integrationsklassen für schwer beschulbare Kinder (mit Konzentrationsschwierigkeiten, etc.). Alle sind sich einig, dass von dem Lehr-Konzept mit individuellen Wochenplänen und Team-Teaching in diesen Klassen alle Kinder -- auch die "normalen" -- sehr profitieren. Sie sind selbständiger und motivierter als in den anderen Klassen. Warum wird das Konzept also nicht für alle Klassen übernommen? Weil das Personal nicht bezahlbar ist. Ascha 29. März 2011 (CEST)

Zeugnisse vs. Chancengleichheit

Ich bin dafür, den Satz über Zeugnisse zu ändern oder zu streichen, da ich keinen Sinn in Zeugnissen sehe, die Chancengleichheit herstellen: Mit einem Zeugnis möchte ich mich später bei meinem Arbeitgeber bewerben, mein Zeugnis sollte also meine persönlichen Qualifikationen herausstellen. Der Witz dabei ist gerade, dass meine Chancen durch das Zeugnis verbessert werden, da mir jemand "offizielles" meine Qualifikationen bezeugen kann. Wenn ich es in der Schule total verplane, und mein Zeugnis aber "Chancengleichheit" herstellt, indem es irgendwas vorlügt, ist auch keinem geholfen, im Gegenteil: Ich werde irgendwo eingestellt, kann aber meine Arbeit nicht erledigen, weil mir notwendige Bildungsgrundlagen fehlen, dann werde ich gefeuert. Am Ende habe ich Zeit meines Lebens verschwendet und mein (Ex-)Arbeitgeber ebenso. --Drahflow 10:01, 30. Aug. 2008 (CEST)

Ob Chancengleichheit besteht oder nicht ist unabhängig davon, ob es Zeugnisse gibt oder nicht. Und Du scheinst nicht verstanden zu haben, was Chancengleichheit bedeutet. Dass alle die gleichen Noten bekommen, ist nur eine von unendlich vielen Möglichkeiten, Chancengleichheit zu verwirklichen, und sie wird nie angewandt. Ich meine, Chancengleichheit sollte nicht unser Ziel sein. Sie dient im derzeit herrschenden System zur Optimierung der Ausbeutung des Humankapitals. Sobald der Kapitalismus überwunden ist, stellt sich die Frage nach Chancengleichheit nicht mehr, denn um welche Chance geht es denn? Es geht darum, einen sozialen Aufstieg zu schaffen. Ich habe den letzten Satz im Artikel ersetzt. --Mms 22:12, 19. Okt. 2008 (CEST)
Völlig unabhängig von der aktuellen Gesellschaftsform geht es bei Chancengleicheit darum, dass Menschen die gleichen Chancen auf soziale Anerkennung und ein erfülltes Leben erhalten. Und dieses Ziel sollten wir soweit möglich verfolgen, gerade was die jeweils nächste Generation angeht: Herkunft und Elternhaus sollten nicht darüber bestimmen, welche Chancen ein Kind im Leben hat. --Drahflow 00:52, 20. Okt. 2008 (CEST)
Wenn es Elend gibt, beseitigt man es nicht, indem man es angeblich gerechter verteilt. Man beseitigt es, indem man es beseitigt. Die herrschende Ordnung findet Chancengleichheit gut, denn dadurch könnte sie ihre Ressourcen optimal nutzen. Wer also Chancengleichheit fordert, ist kein Rebell, sondern ein Staatsdiener. Sicher, wenn die Menschheit eine gesellschaftliche Reife erreicht hat wie in Star Trek TNG, gibt es ebenfalls Chancengleichheit – wenn man es so ausdrücken will –, doch das ist keine gute Parole, um diese Entwicklungsstufe zu propagieren. --Mms 01:20, 20. Okt. 2008 (CEST)
Der Erkenntnisgewinn der Arbeitgeber ist gering? Warum benutzen dann Firmen die Zeugnisse um Bewerber vorzuselektieren? --Drahflow 22:45, 19. Okt. 2008 (CEST)
Weil sie nichts besseres haben. Und selbst nach Vorauswahl und Auswahl gibt es immer noch Fehlbesetzungen. Wir alle hier kommen aus einem bürgerlichem Umfeld, deswegen verrate ich Dir jetzt mal was: Nicht für alle Jobs wird nach dem Zeugnis gefragt. Für manche Ausbildungsplätze wird ein gutes Zeugnis verlangt, weil dieser Anspruch von manchen Interessenten erfüllt wird und weil es den Entscheidern so gefällt. Für manche Posten werden nur Akademiker genommen, weil der Stand unter sich bleiben will. Gute Noten haben durchaus eine Aussage – das bestreite ich nicht. Gute Noten bekommt man, wenn man aus gutem Hause kommt und sich den Lehrern unterwirft. Auf diese Eigenschaften wird mehr oder weniger Wert gelegt. --Mms 00:23, 20. Okt. 2008 (CEST)
Zeugnisnoten sind meiner Erfahrung nach mit dem Fachwissen korreliert. Insofern sind die Aussagen von Zeugnisse durchaus interessant. --Drahflow 00:52, 20. Okt. 2008 (CEST)
Darauf kann man sich überhaupt nicht verlassen. Was ich da alles schon erlebt habe! Auch Personaler wissen das. --Mms 01:20, 20. Okt. 2008 (CEST)
Die Abiturnote sagt angeblich den Stuidenerfolg recht gut voraus. Das kann natürlich auch an "systemkonformen" Verhalten liegen. DerNarr 13:02, 8. Mai 2009 (CEST)
Mir ist nicht klar, warum man Zeugnisse abschaffen soll. Schulzeugnisse und Noten in der Form, wie sie heute in Deutschland existieren gehören klar abgeschafft, aber Zeugnisse insgesamt sind m. E. eine gute und sehr Hilfreiche Erfindung. Warum soll ich mir nicht zertifizieren lassen können, dass ich irgendwo eine gute Arbeit gemacht habe? DerNarr 13:02, 8. Mai 2009 (CEST)

Angstfreies, Selbstbestimmtes Lernen/Reformpädagogik

In unser Wissensgesellschaft muss sich auch die Schule radikal ändern. Schule muss v.a. die Fähigkeit eigenständigen Denkens, kein totes Faktenwissen vermitteln.

-> Theoriegrundlage = Reformpädagogik (wie es an der Uni -leider bisher meistens nur theoretisch- im Rahmen des Erziehungswissenschaftlichen Studiums für Lehrämtler gelehrt wird) auch praktisch in viel mehr Schulen umsetzen: z.B. Jena-Plan (Wikipedia / Youtube):

Kerngedanken:

  • selbsttätiges Arbeiten,
  • gemeinschaftliches Zusammenarbeiten und -leben,
  • Mitverantwortung der Schüler- und Elternschaft.

-> Zusammengefasst: Jena-Plan nur als Anregungsbeispiel: Ziel = Schule als ein Ort wo das Wohl des Kindes im Vordergrund steht, wo individuel gefördert wird und angstfrei gelernt werden kann. Kinder sollen eigenständiges Lernen lernen und Stoff nicht einfach totpauken. Es kann nicht sein, das 30 Kinder (die jeweils unterschiedliche Vorraussetzung haben) nur weil sie zufällig gleichalt sind in einer Klasse den selben trockenen Stoff zur gleichen Zeit auswendig pauken müssen. Das ist ineffektiv und regt nicht zum eigenen Denken an. Das Fördert keine Vielfalt/Führt zu gleichgeschalteten Einheitsdenken/Fördert nicht wirklich selbstbestimmte Menschen die sich für die Gesellschaft Einsetzen.

siehe dazu z.B. auch: DVD Treibhäuser der Zukunft - Wie Schulen in Deutschland gelingen http://www.archiv-der-zukunft.de/filme/treibhaeuser-der-zukunft.php bzw. Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=TM2-cG4OTBA

Pangu 21:39, 2. Mai 2009 (CEST)

Ich denke auch, dass Gedanken des Unschoolings und der Bewegung Demokratischer Bildung und Demokratischer Schulen Konzepte sind, die die Piratenpartei unterstützen sollte. Auch über Erziehung sollte nochmals genauer gesprochen werden (gehört ja auch irgendwie zur Bildungspolitik)--Hoyer.th 16:28, 14. Jun. 2009 (CEST)