Benutzer:Cosmic

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Kurzprofil
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Persönlich
Name: Georg Nägle
Nick: Cosmic
Wohnort: Berlin
Berufl. Qual.: Handelsfachwirt
Tätigkeit: Wasserhygiene
Familienstand: Frau und drei Kinder
Geburtstag: 1964
Politisch
Partei: Piratenpartei Deutschland
Eintrittsdatum: August 2009
Mitgliedsnummer: 5765
Landesverband: Berlin
Bezirksverband: Friedrichshain
AG: Geldordnung und Finanzpolitik, Europa, Wirtschaft
Crew: noch keine
Mandat: noch keines
Funktion: Koordinator AG Geldordnung
Stammtisch: Kleiner Muck
Kontakt
Webmail: Form-Mailer
Anschrift: Berlin
Mail-Adresse: cosmic(affenklammer)cosmic(dot)de
Website: www.poetryclub.de
Blog: coming soon
Skype: georgneagle


Guten Tag, herzlich willkommen!

Mein Name ist Georg Nägle (cosmic), geboren 1964 in Würzburg. Ich bin Musiker und Produzent; nebenberuflich, aber von Herzen. Ich bin in einem Unternehmen für Wasserhygiene angestellt und arbeite als freier Probenehmer. Neben der Musik habe ich damit begonnen, Videos zu produzieren. Mich interessiert Kunst und Kultur, Philosophie, Poesie und Politik, und vieles mehr.

Ich lebe und arbeite in Berlin und bin von der innovativen Kraft der Piraten überzeugt.

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Gesellschaftliche Fragen und ihre Lösungen beschäftigen mich seit früher Jugend. Ich bin gerne kreativ-kommunikativ und freue mich, wenn etwas voran geht. Dafür übernehme ich gerne Verantwortung und beteilige mich aktiv.

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Bei den Piraten wurde ich 2009 Mitglied und arbeite seit 2011 als Koordinator der AG Geldordnung und Finanzpolitik. In dieser Gruppe haben wir binnen einen Jahres Einiges erreicht und unseren Beitrag zu Transparenz und zur Mehrung des Wissens geleistet. Insbesondere die Podiumsgespräche mit verschiedenen Wissenschaftlern und Fachleuten sorgten bei den wirtschaftspolitisch interessierten Menschen für Aufmerksamkeit. (Siehe unten)

Die Volkswirtschaftslehre befindet sich gegenwärtig in einer Krise und es deutet sich ein Paradigmenwechsel an. Die Kreditschöpfung und das Bankenwesen, die Frage des Geldschöpfungsprivilegs und der Einfluss dieser Faktoren auf die Wirtschaftsmodelle und die Realwirtschaft wird zunehmend erkannt. Allerdings ist davon in der Politik noch nicht viel angekommen. Das soll(te) sich ändern. Die Geldordnung, und der gesellschaftliche Umgang mit dem Medium Geld erfordert eine noch intensivere Auseinandersetzung.

Ich interessiere mich zudem für viele andere politische Bereiche und schätze den konstruktiven Austausch über politische Themen und Meinungen. Den Prozess der Piraten positiv und konstruktiv zu begleiten ist mir wichtig, es ist zudem hochspannend, man gewinnt neue Freunde und somit hat das Ganze für mich Suchtfaktor 10.

Mein derzeitiger Fokus AG Geldordnung und Finanzpolitik liegt auf Organisation und Umsetzung der Mumble Podiumsgespräche. Wir haben dafür bereits eine Reihe von Fachleuten aus verschiedenen Lagern gewinnen können, wie z.B. Prof. Joseph Huber, Prof. Max Otte, Prof. Heiner Flassbeck oder Prof. Peter Bofinger. Die serie wird in 2013 fortgesetzt.

Ich bin verantwortlich für den AG-Blog www.geldsystempiraten.de.

Im April 2012 organisierte ich in Zusammenarbeit mit Alexander Spies und der Piraten-Fraktion die Veranstaltung "Piraten reden übers Geld" im Berliner Abgeordnetenhaus. Auf Landesebene habe ich einen LQFB-Antrag zum Erhalt urbaner Freiräume eingebracht. Die meiste Zeit verbringe ich bei verschiedenen Arbeitstreffen im Mumble, mittlerweile findet praktisch jeden Tag etwas Wichtiges statt. Ab jetzt möchte ich mich auch vermehrt in der realen Welt in Berlin vernetzen.

Sonstiges:
Ich bin Vorstandsmitglied bei der Monetative e.V. in Berlin. Seit vielen Jahren Mitglied der Rückert-Gesellschaft in Schweinfurt und des bodhicharya-Zentrums in Friedrichshain. Ich bin Mitglied der GEMA/GVL und plane den Austritt.

Meine Motivation bei den Piraten mitzuarbeiten, besteht in erster Linie darin, etwas ändern zu wollen. Ich erhoffe mir einen progressiven Paradigmenwechsel unserer Gesellschaft. Hin zu mehr Gemeinwohl, Partizipation, sozialer Gerechtigkeit und globaler Solidarität.

Meine Stärken sind Kreation und Vernetzung. Mein Interessensschwerpunkt liegt in der Organisation und Produktion von piratigen Medieninhalten.

Diese Informationen werde ich in Kürze aktualisieren...


Meine Vita

Geboren 1964 in Würzburg. Schule und einjähriger Auslandsaufenthalt in San Diego, Kalifornien. Abitur, Bundeswehr und Zivildienst. Mitglied der fränkischen Psychedelic-Band Suzi Cream Cheese, Veranstalter und Booker im Bereich Indie. Ausbildung zum Handelsfachwirt, Modelabel. Auslandsaufenthalte in Indonesien. Webagentur und AG-Vorstandstätigkeit in einem IT-Start-Up.

Neben meiner Zeit in Franken habe ich längere Zeit in München und Krefeld verbracht. Seit einigen Jahren lebe ich in Berlin.

Die ersten vier Jahr in der Hauptstadt habe ich für eine kreative Pause genutzt; es kam zu den Veröffentlichungen der poetrYclub-Alben Goldene Zeit und Romantik. Liebe. Rebellion. Ich spielte etwa 150 Konzerte. Die Bloggerin Gaga Nielsen hat mich über diese schöpferische Zeit hinweg begleitet. Auf ihrem Flickr Account kann man alle Bild-Strecken ansehen.

Seit 2009 bin ich Mitglied der Piratenpartei und seit 2011 aktiv. Ich bin derzeit bei einem Unternehmen für Wasserhygiene in Berlin beschäftigt, lebe glücklich zusammen mit einer Frau und drei Kindern. Meine häufig frequentierten Bezirke sind Friedrichshain und Steglitz.


Fragen

Stellt bitte gerne Eure Fragen, es würde mich freuen, wenn ihr mehr wissen möchtet. Setzt sie einfach unten dran. Danke!

Fragen von F0O0

Hallo Georg.

Ich habe einige Fragen, die ich gern stellen würde. Oder die andere Menschen stellen wollen. Ich hab da ein pad, wo jede ihre Frage eintragen kann. Solange die Fragen neutral und respektvoll an alle Kandidatinnen gestellt werden. Es sollen sachliche Fragen zur Frage "Warum willst du in den Bundestag?" sein. Sollte ich also später noch weitere Fragen stellen, sind die auch aus diesem pad. Fragen von mir sind mit einem * am Ende gekennzeichnet. Stephan


Wie lange hast du dich mit deinem möglichen zukünftigen Arbeitsumfeld schon auseinandergesetzt? (Gern eine Angabe in Stunden, die du dich mit dem Thema beschäftigt hast)*

Antwort: Das Arbeitsumfeld der Politik interessiert mich seit früher Jugend. Auslöser war damals, ich war 13 Jahre alt, der geplante Bau des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld direkt vor der Toren meiner Heimatstadt Schweinfurt. Ich war seitdem in der alternativen Szene (so nannte man das damals) aktiv und habe seitdem Politik in der Presse und den Medien intensiv mitverfolgt. In einer politischen Partei habe ich mich allerdings nicht engagiert, bis Chance 2000 kam (Christoph Schlingensief). Ich bin als Direktkandidat angetreten, also mein aktiver Einstieg in die Politik. Die Initialzündung, in eine Partei einzutreten, kam allerdings erst mit den Piraten (2009). Konkrete politische Erfahrung in der Piratenpartei mache ich seit 2011. Seit diesem Zeitpunkt arbeite ich aktiv, als Koordinator, in der AG Geldordnung und ich bin Mitglied der AG Europa und AG Wirtschaft/Wirtschaftspiraten. Das Arbeitsumfeld "Bundestag" bzw. mögliche Mitarbeit in der Bundetagsfraktion erforsche ich gerade, im Zuge meiner Kandidatur. Dabei denke ich vor allem darüber nach, wie man das übliche politische Hamsterrad in diesem Arbeitsumfeld überwinden, wie man etwas anders und besser machen kann. Aus diesem Grund habe ich eine Initative unter den Bewerbern der AV-Berlin gestartet und die Frage aufgeworfen: Was können wir als Berliner Fraktionsgruppe im Wahlkampf und im Bundestag anders und besser machen als andere. Was zeichnet uns in Berlin besonders aus. Können wir schon im Vorfeld der AV dem Motto folgen: Kooperation statt Konkurrenz!? Ich bin also mittendrin im Prozess und versuche bereits jetzt, mein Arbeitsumfeld kreativ mitzugestalten. Das alles kostet viel Zeit. Ich habe aufgehört die Stunden, die ich damit verbringe, zu zählen.



Weißt du schon welche Ausschüsse du gern besetzen möchtest?*

Antwort: Ich würde mich diesbezüglich mit unserer Fraktion abstimmen. Bevorzugen würde ich Finanzen, Europäische Union, Wirtschaft und Zusammenarbeit, Wirtschaft und Technologie, Haushalt, Arbeit und Soziales, Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Kultur und Medien, Petitionsausschuss.


Weißt du, wie oft und wann deine Lieblingsausschüsse tagen?*

Antwort: Ja, das kann man nachlesen. Ich habe seit einem Jahr die Bundestagsapp auf meinem Handy und schaue dort immer wieder nach, was läuft.


Hast du sie schon besucht oder anderweitig verfolgt und kennst die aktuell behandelten Themen?*

Antwort: Ich habe verschiedene Ausschüsse im Bundestagsfernsehen mitverfolgt.

Die Wichtigsten für mich waren z.B.:

- Auswirkungen der Spekulation auf Lebensmittelpreise 2007/2008 (Finanzausschuss) - Die Themen Finanztransaktionssteuer (Finanzausschauss) und ESM (Haushaltsausschuss). - Petitionsausschuss zum BGE.


Stichwort Tranzparenz (ja ich schreib das immer so): Hast du schon Ideen oder Konzepte, wie du deine Arbeit im Bundestag transparent gestalten wirst?*

Antwort: Ja, habe ich. Mein Ziel ist es, im Rahmen der Zulässigkeit, eine optimierte Berichterstattung aus dem Bundestag vorzunehmen. Mir schwebt dabei konkret vor, einen "Bundestagsmandats-Sender" einzurichten. Das heisst, ich möchte, sowohl per Video als auch Audio (TV und Radio) streamen, bzw. Sendungen mit Interaktionsmöglichkeiten zu produzieren, um damit eine optimierte Kommunikationsschnittstelle zur Piratenbasis, zu den Kollegen und zu den Bürgern und Wählern zu schaffen.

Dazu würde ich

a) mein Bundestagsbüro entsprechend als Redaktionsbüro und Aufnahme- und Sendestudio ausstatten und

b) ein Bürgerbüro in Form eines politisch-kulturellen Salons (Eventgastronomie) in zentraler Lage in Berlin einrichten.

Von dort aus möchte ich Politik unterhaltsam erfahrbar machen, Politik zur Popkultur transformieren, d.h. einen kulturellen Mix schaffen, der Politik von seinem abgehobenen Sockel wieder herunter auf die Strasse zu den Menschen holt und in einen kulturellen Kontext stellt. Politik soll Spass machen und ich möchte die Bürger und Bürgerinnen motivieren, mehr politische Mitverantwortung und Teilhabe zu leben und unsere Gesellschaft im positiven Sinne mitzugestalten. Indem wir Politik wieder näher an die Pop-Kultur rücken, kann das gelingen.


Was genau verstehst du unter Tranzparenz?*

Antwort: Die Offenlegung des Wissens. Wissen ist Macht, und diese Macht darf nicht für Partikularinteressen (weniger) und zum Nachteil des Gemeinwohls mißbraucht werden. Transparenz ermöglichen, heisst die Vorraussetzungen für ein möglichst umfangreiches Wissen für jeden Bürger zur Verfügung stellen. Dabei sind insbesondere auch die strukturellen Rahmenbedingungen bei Entscheidungsprozessen transparent zu gestalten. Es muss offengelegt werden, welche Interessensgruppen in welcher Weise an den politischen Prozessen beteiligt sind. Transparenz soll Korruption und Manipulation, sowie Amtstmißbrauch entgegenwirken. Transparenz bedeutet auf der anderen Seite aber nicht, daß die berechtigten Ansprüche der Menschen auf eine Privatsphäre verletzt werden. Mit dem Mandats-TV aus dem Bundestag würde ich größtmögliche Transparenz als essentiellen Bestandteil meiner Arbeit gewährleisten.


Stichwort Arbeitgeberin: Du wirst im Bundestag nicht nur Abgeordnete, sondern auch Arbeitgeberin sein. Inwieweit hast du dich auf diesen Aspekt deiner möglichen zukünftigen Tätigkeit vorbereitet?*

Antwort: Natürlich. Ich betrachte dies als eine Chance ein schlagkräftiges und kompetentes Team zusammenzustellen und zu führen. Hier bieten sich für viele Piraten mit profunden Kenntnissen attraktive Möglichkeiten an entscheidender Stelle mitzuarbeiten. Dabei trage ich als Arbeitgeber eine große soziale Verantwortung für meine Mitarbeiter und ihre Familien.

Ich würde mich als Erster unter Gleichen fühlen. Neben fachlicher Kompetenz und Zuverlässigkeit, lege ich vor allen Dingen wert auf die Teamfähigkeit. Ich habe einige Jahre in einer Führungsposition einer AG gearbeitet und dabei praktische Erfahrungen in der Mitarbeiterführung gesammelt. Dieser Aufgabe sehe ich mit Freude entgegen. Ich würde es als ein Privileg empfinden, den Personaletat meiner Bundestagsstelle effektiv zu verwalten und damit gestalten zu dürfen. Ich möchte dabei definitiv ein Gleichgewicht zwischen Frauen und Männern im Team haben, und bei entsprechender Qualifikation, auch einen Mitarbeiter/Mitarbeiterin mit einer Behinderung einstellen.


Ehrliche Frage, die ich gern ehrlich beantwortet hätte: Bewirbst du dich auf eine Kandidatur des Geldes wegen?*

Antwort: Ich möchte professionell und Vollzeit in der Politik und für die Piraten arbeiten. Das geht natürlich nur bei entsprechender Bezahlung. Mit dem Geld hat man zudem weitere Möglichkeiten, die Partei zu unterstützen, bzw. wichtige Prozesse ausserhalb des Bundestags anzustossen und zu unterstützen (Beispiel: Mandats-Sender, Politisch-kultureller Salon, usw. siehe oben) Mein Ziel ist es neue Wege in der Politik zu gehen, anders zu sein, positives Vorbild für Veränderung in dieser Gesellschaft zu sein. Das ist meine Hauptmotivation. Wenn man damit dann auch seine Miete und die Brötchen bezahlen kann, ist das optimal. Also spielt das gesicherte Einkommen dabei natürlich auch eine wichtig Rolle.


Nenne einen Programmpunkt aus dem Bundeswahlprogramm und erkläre ihn in 3 Sätzen.

Antwort: Meinst Du das Bundestagswahlprogramm 2009?

Vorab schonmal eine Erläuterung zum aktuellen Wirtschaftsgrundsatzprogramm (da ich daran selbst mitgearbeitet habe)

Wirtschaftsprogramm: Das Leitbild der Piraten ist eine Ordnung, die sowohl freiheitlich als auch gerecht als auch nachhaltig gestaltet ist.

Freiheitlich ist eine Gesellschaftsordnung, in der die individuelle Entfaltung des Menschen im Mittelpunkt steht. Sie wird durch das Gemeinwohl sowohl gestärkt als auch beschränkt. Deshalb sind Freiheit und Verantwortung untrennbar miteinander verbunden.

Gerecht bedeutet, dass die Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft so gestaltet sind, dass sowohl eine Teilhabe als auch ein angemessenes Leben grundsätzlich gewährleistet werden.

Nachhaltig ist ist ein auf Dauer angelegter, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und der Umwelt. Die Haushalts- und Subventionspolitik, sowie das Finanzsystem, müssen dem Menschen und der Realwirtschaft langfristig dienen.


Wie stehst du zur Vermögenssteuer?

Antwort: Ich bin für die Einführung einer progressiven Vermögenssteuer. Die Akkumulation von exorbitant hohen Vermögen in den Händen weniger und das weitere Auseinanderdriften von Arm und Reich muss zu Gunsten einer starken Mittelschicht verändert werden. Ich bin nicht gegen Reichtum, aber gegen Armut. Die sichere Existenz und Teilhabe aller Bürger muss gesichert sein, ein starkes Gemeinwohl sichert auch die Lebensqualität der wohlhabenden Schichten. Eine gerechte Verteilung führt zu einer WinWin Situation in einer demokratischen Gesellschaft. Die AG Geldordnung hatte bereits einen LQFB - Antrag zur Brutto-Geld-Vermögenssteuer entworfen, der aber wohl auf Grund mangelnder Vernetzung (kein Bekanntheitsgrad) etwas unterging und das Quorum nicht erreichte. Dazu wird es aber im Rahmen der Initiative gemeinsames Wahlprogramm sicher eine erneute Initiative geben.


Wie stehst du zum Thema Umverteilung?

Antwort: Die Umverteilungsmaschine läuft bekanntermaßen weltweit auf Hochtouren. Wir kommen in Europa nun in eine sehr kritische Phase, in der die Umverteilung erneuten Nachdruck erhält. Wir werden auf Grund der Krise im Euroraum und wegen der "Rettungsroutine" erleben, was da noch möglich ist. Die Situation in Griechenland spricht für sich selbst, hier werden auf Grund der Umverteilung von unten nach oben mittlerweile die Menschen- und Bürgerechte geschliffen und abgebaut. Die Umverteilung drückt sich auch im zunehmenden Privatisierungsdruck in Europa aus. Das letzte Tafelsilber der Staatengemeinschaften wird nun auf Druck der Europäischen Kommission in private Hand, also zu den Konzernen überführt. Drastische Beispiele dafür sind Verkehrsinfrastruktur, Energie, Landwirtschaft, Wasserversorgung, Lehre und Forschung. Überall dringen die allmächtigen Konzerne vor und bauen ihre Machtstellungen aus. Oligarche Strukturen sind auf dem Vormarsch. Wer wird das stoppen? Wir müssen uns darüber hinaus auch bewusst sein, in welchem Maße die westlichen Industrienationen die dritte Welt ausbeuten und umverteilen. Es ist ein allgegenwärtiges und drängendes Problem, dem wir unsere erhöhte Aufmerksamkeit widmen sollten. Der Kapitalismus hatte auch positive Effekte, wir kommen nun aber in eine Phase, die dringend grundlegende Reformen in der Wirtschafts- und Finanzarchitektur erfordert.


Wie stehst du zur Frauenquote?

Antwort: Grundsätzlich muss die Freiheit gelten, die am Besten qualifizierte Person zur Besetzung einer Stelle auswählen zu dürfen. Bei gleicher Qualifikation sollte man sich zu Gunsten der Frauen entscheiden, damit hier ein stärkeres Gleichgewicht hergestellt wird. Sollte ich ein Team für den Bundestag zusammenstellen dürfen, würde ich versuchen ein solches Gleichgewicht der Geschlechter im Team zu erreichen. Ich habe mit gemischten Teams, also Frauen und Männern, immer sehr gute Erfahrungen gemacht.


Wie stehst du zur Extremismusklausel?

Antwort: Lehne ich ab. Ich bin zwar gegen Extremismus oder auch Fanatismus jeglicher Art, aber die Extremismusklausel ist schon fast eine Aufforderung zum politischen Mißbrauch gegenüber potentiellen Gegenspielern. (Mal wieder typisch CDU würde ich sagen)


Wie stehst du zu Feminismus?

Antwort: Ein berechtigtes Anliegen und wichtiger Bestandteil unserer Kultur. Ich stehe dem positiv gegenüber.



Welche politische Richtung siehst du in der Partei am meisten vertreten?

Antwort: Ich denke dass die Mehrheit der Piraten eine soziale, liberale, humanistische, progressive und transnationale Bewegung ist, die sich von ideologisch geprägten Schuhbladendenken gelöst hat und sachorientiert an den jeweils vernünftigsten, politischen Lösungen mitwirkt. Jetzt müsste ich kurz nachdenken, wie man diese politische Richtung nennt - Wie wäre es mit: piratig!?


Wo siehst du unsere Partei in 5 Jahren?

Antwort: Ich arbeite dafür, dass wir a.s.a.p. im Bundestag und im Europaparlament mitmischen. Die Piraten revolutionieren die Demokratie an sich und sind treibende Kraft eines Paradigmenwechsels, hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit, Freiheit und Nachhaltigkeit.


Mußt du Begriffe, wie Lookism, Ableism, cisgender und ähnliche Begriffe googlen?*

Ja, das musste ich googlen. Ich konnte mir, durch die englischen Wortbedeutungen, in etwa ableiten worum es geht, musste aber nachlesen um es genau zu verstehen. Jetzt weiss ich bescheid.

Frage an mich selbst: Würdest Du einem System zustimmen, in dem die Mehrheit der Geldmenge durch meist private, auch profitorientierte Unternehmen produziert und verteilt wird und nicht durch staatliche Organe?


Fragenblock von Schmalhans

  • Nenne bitte 3 derzeitige MdB verschiedener Parteien, mit denen Du in Deinem Fachgebiet gerne zusammenarbeiten würdest. Bitte begründe Deine Wahl. Nennung von Netzpolitikern wir als Kneifen angesehen ;)

Antwort: Es gibt nur einen, mit dem ich wirklich gerne zusammenarbeiten würde, und das ist Chuck Norris.

  • Nenne bitte von jeder Fraktion des derzeitigen Bundestages ein Mitglied, das Du für kompetent hältst. Falls Du der Ansicht bist, Kompetenz bei allen 620 Mitgliedern ausschliessen zu können, nenne bitte von jeder Fraktion das am wenigsten inkompetente.

Auch hier gibt es nur eine Antwort: Chuck Norris

  • (Bonusfrage) Nenne bitte 4 MdB des letzten Jahrhunderts, die dich positiv beeindruckt haben. Die MdB sollten verschiedenen Parteien angehören.

Chuck Norris und sein kleiner Bruder Jack Norris, seinen Schwager Bruce Lee und Hermann Scheer.

  • Wie bewertest Du die Arbeit der gesamten Parlamentarier der derzeitigen Legislaturperiode (Schulnote)? Sind sie fleissig, kreativ und umsetzungsfähig? Es geht hier um die Arbeit der MdB im Rahmen ihrer parlamentarischen Möglichkeiten. Schwächen der parlamentarischen Demokratie an sich sollen hier nicht zur Abwertung führen. (Anleitung: gebe jedem Dir bekannten MdB eine Schulnote und bilde den Durchschnitt. Schätzungen der Durchschnittsnote sind auch erlaubt)

Nach meinen (stundelangen) Berechnungen ergab sich eine Schulnote von 1,0. Verblüffend, finde ich. Also irgendwie scheinen die Parlamentarier aus schulischer Sicht alles richtig zu machen. Sie machen das, was die Oberlehrer und das Direktorium von Ihnen erwarten, sie drehen sich sauber in ihrem Hamsterrad, machen die aufgetragenen Hausaufgaben und stimmen so ab, wie es der Mainstream von ihnen erwartet.

  • Wie möchtest Du gerne am Ende Deiner MdB-Zeit bewertet werden? Wo willst Du Dinge besser machen als das derzeitige MdB Deines Wahlkreises? (Direktmandat, bitte Namen angeben)

Ich würde gerne als der MdB in die Geschichte eingehen, der es als erster geschafft hat, einen längeren poetischen Text im Plenum des Bundestages vorzutragen.

Fragen von Katja Dathe

Frage: Nenne bitte 3 Ereignisse, Situationen oder Umstände die dich persönlich dazu bringen könnten dein Mandat niederzulegen. Katja Dathe 14:57, 5. Feb. 2013 (CET)

Antwort: hm ... sorry, ich denke jetzt mal positiv und gehe davon aus, dass keine derartigen Ereignisse eintreten werden. Mit sowas würde ich mich beschäftigen, wenn es eintritt, aber nicht vorher.

Frage: Was verbindest du persönlich mit dem Begriff Neustart? Katja Dathe 14:57, 5. Feb. 2013 (CET)

Ja, leider erstmal etwas negatives: Ein abgestürztes System, also ein schwächelndes Betriebsystem oder eine Software, die nicht taugt, oder beides. Ein Neustart heisst aber auch ein Neuanfang, das sehe ich auch wiederum als etwas positives an. Schweitern als Chance!

Frage: Was verbindest du in Bezug auf die politischen Ziele der Piratenpartei mit dem Begriff Neustart? Katja Dathe 14:57, 5. Feb. 2013 (CET)

Konsolidierung. Besinnen auf das was wir sind, ein menschliches, soziales Betriebsystem. Und das kann man offenbar in vielen Punkten stetig verbessern. Dann klappt es auch mit den politischen Zielen.

Frage: Was verbindest du in Bezug auf die innerparteiliche Situation mit dem Begriff Neustart? Katja Dathe 14:57, 5. Feb. 2013 (CET)

siehe oben.

Frage: Was denkst du, verbinden die Wähler mit dem Begriff Neustart? Katja Dathe 14:57, 5. Feb. 2013 (CET)

Da bin ich mir nicht so sicher. Irgendwie geben wir damit ja zu, gescheitert zu sein, da wir uns selbst einen Neustart verordnen. Ob das der Wähler eher positiv oder negativ auffast, kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht beurteilen.

Blogbeiträge

Hallo, du schreibst, dass du in die Fraktion redaktionell erfahrene Medienleute einbinden möchtest, die dann tagesaktuell und objektiv über Vorgänge im Bundestag berichten. In der Praxis wird von Abgeordneten selbst erwartet, kurz und verständlich zu tagesaktuellen politischen Ereignissen Stellung zu nehmen. Daher meine Frage, ob du auch selbst bis zur AVB 3-4 Blogbeiträge über tagesaktuelle Ereignisse aus den Bereichen Europäische Union, Wirtschaft und Zusammenarbeit, Wirtschaft und Technologie, Haushalt,Kultur und Medien verfassen und veröffentlichen könntest. Wenn ja, freue ich mich aufs Lesen. Miriam 14:35, 26. Jan. 2013 (CET)

Antwort: Hallo Miriam, Du kannst unter Geldsystempiraten.de immer was lesen. Aktuell über Wasserprivatisierung in Europa. Was ich bis zur AV noch schreiben werde, kann ich nicht abschätzen, Zeit ist knapp. Ich plane einen Artikel zur PositiveMoneyConference in London (Dazu möchte ich aber ein Video mit aliefern) und ich werde einen Artikel zur "Wernerfrage" machen. Ca. 100 AV-Kandidaten der Piraten habe ich angeschrieben und werde das auswerten. Zur Zeit organisiere ich auch die neuen Mumble-Talks mit int. Experten und ich baue grade Kontakte nach Island auf (Piratenpartei), um die Lage dort besser zu verstehen. Das wird möglicherweise Gegenstand einer Veranstaltung im AGH Berlin.

Und dann habe ich eben noch meine Erwerbsarbeit an der Backe. Deshalb würde ich ja gerne professionell in der Politik arbeiten und könnte Dir auch mehr Output anbieten...aber was soll´s: Langsam ist das neue schnell! ;)