BY:München/Arbeitsgruppen und Projekte/AG Diversity/Besuch GU Dachau

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Besuch des Asylbewerberheimes in Dachau

Anwesend:

  • Alp Sezen, Gründungsmitglied der AG
  • Sascha Rakers, Mitglied der AG
  • Thomas Kaukal, Regierung von Oberbayern
  • Gisela Krziwon, Regierung von Oberbayern
  • John Mitterbacher, Unterkunftsleiter
von links: Sascha Rakers, Alp Sezen, Thomas Kaukal, Gisela Krziwon

Vorab: Die tatsächlichen Zustände entsprechen nicht den Presseberichten!

In der GU Dachau gibt es für jeden Asylbewerber einen Internetzugang (Kosten: 12 Euro im Jahr pro PC), Satellitenschüsseln für Fernsehempfang und getrennte WCs und Duschen für Frauen und Männer. Zimmergrößen reichen von 10, 12 oder 20 m² (im größten Zimmer nach Aussage des Unterkunftsleiters nie mehr als drei Bewohner). Einfacher Kinderspielplatz vorhanden. Viele Aufgaben werden von Ehrenamtlichen übernommen. Unterkunft allgemein in annehmbaren Zustand bis auf leichte Risse im Mauerwerk und leichte Schimmelbildung erkennbar. Baugenehmigung läuft Ende 2012 aus, an einem Konzept für die weitere Betreibung der GU wird derzeit gearbeitet, noch konnten keine Konzepte erläutert werden.

Essen können die Asylbewerber nach eigenen Wünschen bestellen, Sonderkost (wie kein Schweinefleisch, Diabetiker etc.) wird berücksichtigt.

Beispiel eines Essensplanes

Residenzpflicht wurde inzwischen auf den jeweiligen Regierungsbezirk ausgeweitet (Asylbewerber dürfen sich somit z. B. in ganz Oberbayern aufhalten).

Schulpflicht gilt für alle Kinder (auch wenn noch Asylverfahren läuft).

Folgende Probleme wurden vor Ort thematisiert:

  • Problem Nr. 1: sog. Fehlbeleger (Menschen, die aus der GU ausziehen dürfen, aber nicht können, u. a. wegen fehlenden Wohnungen und ggf. Vorurteilen von Vermietern)
  • Problem Nr. 2: "Geduldete", die seit Jahren in der GU leben (sog. Härtefälle), können nicht in den Arbeitsmarkt integriert werden, erhalten auch keine Eingliederungshilfen. Sie erhalten in der GU Essenspakete und Gutscheine und eine minimale Geldleistung von 40 Euro.
  • Problem Nr. 3: Asylbewerber und gerade "Geduldete" haben häufig keine Perspektive
  • Problem Nr. 4: fehlende Anerkennung von ausländischen Bildungs- und Berufsabschlüssen verhindert eine erfolgreiche Eingliederung in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft


Nächste Aufgabe: Lösungen für Probleme erarbeiten / Positionspapier(e)