Benutzer:Cathy

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Kurzprofil
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Persönlich
Name: Katja Triebel
Nick: Cathy
Wohnort: Berlin
Berufl. Qual.: Kauffrau
Tätigkeit: Geschäftsführerin und Mitinhaberin eines KUK
Familienstand: verheirat, zwei Kinder
Geburtstag: in den 60ern
Politisch
Partei: keine - Austritt am 16.03.14 aus der PP
Eintrittsdatum: November 2011, Austritt im März 2014
AG: AG Waffenrecht
politischer Kompass:
mein politischer Kompass
Kontakt
Webmail: Form-Mailer
Mail-Adresse: katja at triebel punkt de
Fax: 030 3366231


Beruflich

Ich bin Mitinhaberin eines Fachhandels für Sport- und Jagdwaffen in der vierten Generation in Berlin. Meine Familie ist seit 250 Jahren im Büchsenmacherhandwerk tätig. Unser Betrieb ist ein Kleinstunternehmen. Wir dürfen und wollen nur mit zivilen Schusswaffen für Jäger und Sportschützen handeln, die dem Waffengesetz unterliegen. Rüstungsgüter, zu denen vollautomatische Kriegswaffen wie das G36 oder die AK47 gehören, unterliegen dem Kriegswaffenkontrollgesetz und dürfen nicht von uns gehandelt werden. (Und ich habe auch keine Absicht daran, irgendetwas an dieser Vorschrift zu verändern).

Persönliches

In eigenen Worten: liberal, Transparenz-Fan, lt. Politiktest: neoliberale Demokratin. Ich interpretiere dies wie folgt: soviel Staat wie nötig (um Oligarchien und Monopole zu unterbinden), sowenig Staat wie möglich (hierbei schränke ich ein, dass Arbeitnehmer von ihrem Lohn leben können müssen und die begrenzten Ressourcen für die nachfolgenden Generationen erhalten werden müssen, d.h. ein Ausbeutung des humanistischen Kapitals und der Ressourcen zur Profitsteigerung muss m.E. durch staatliche Kontrolle unterbunden werden).

Piratische Aktivitäten

Seit Oktober 2011 bin in Mitglied der AG Waffenrecht, seit November auch Parteimitglied geworden, weil ich es gut finde, dass die Piraten nicht ideologisch, sondern auf Fakten basierende Entscheidungen treffen wollen, ich vielen der Top-40-Anträge zum BPT 2011/2 zustimmen konnte, insbesondere BGE, Drogen und in Berlin den kostenlosen ÖPNV. Zudem liebe ich die basisdemokratische Mitarbeit, die mittels der "Schwarmintelligenz" auch nicht medial veröffentlichte Fakten berücksichtigt und kritisch beide Seiten jeder Medaille betrachtet. Seit 2012 bin ich Mitglied der AG Jagd, obwohl ich selber weder jage noch schieße.

Lobbyismus-Vorwurf

Seit Mai 2012 geistert bei den Piraten die Information rum, eine Waffenhändlerin würde mittels Lobbyismus die Piraten unterwandern - und dies versteckt und heimlich - und damit meint man mich. Auch glauben einige, dass ich sowohl die AG Waffenrechts-Mitgliederaktivitäten sponsere als auch finanzielle Zuwendungen seitens der Industrie erhalte. Als dies wird plakativ mit dem Vorwurf Waffenlobbyistin bezeichnet.

Beim Dicken Engel am 19.11.2012 bestätigte der Vertreter von LobbyControl, dass Firmeninhaber von kleinen Unternehmen (wie z.B. unser Familienbetrieb), die ohne Bezahlung ihre Eigeninteressen vertreten, keine Lobbyisten sind.

Chronologie:

  1. Nach der Berlin-Wahl habe ich das Piratenwiki durchstöbert und bin auf viele falsche Fakten bei der damals inaktiven AG Waffenrecht gestoßen. Diese Fehler habe ich im Wiki mit den mir vorliegenden Quellen seit September 2011 berichtigt und mein Interesse an der Mitarbeit am 4. Oktober mit Klarnamen bekundet. Version der AG Waffenrecht vom 04.10.2011
  2. Die beiden Alt-Piraten Axel und Guido hatten die AG aktiviert und das erste Mumble-Treffen am 3. November 2011 organisiert. Bei fünf Anwesenden mussten drei Koordinatoren gewählt werden. Ich hatte mich mit Klarnamen und meinem Beruf bei diesem Treffen allen Anwesenden vorgestellt. Mangels Bereitschaft von Brightblade und Reminder, sich mit realen Emailadresse als Koordinator erkennen gegen zu wollen, habe ich mich für den Posten angeboten. Dieses "Outing" habe ich auch bei den nächsten Mumble-Treffen gegenüber den neuen Anwesenden vorgenommen. Mumble Protokoll vom 3.11.2011
  3. Auf Bitte aus der Mailingliste, wo ich des öfteren mit Klarnamen und Emailadresse geschrieben hatte, habe ich am 5. Februar 2012 auch mein Wiki-Profil mit Klarnamen und Beruf dargestellt und am 6. März 2012 mit dem Kurzprofil und dem politischen Kompass ergänzt. Benutzerprofil vom 5. Februar 2012
  4. Da die Mailingliste der AG Waffenrecht von sachfremden Jagdthemen überfrachtet wurde und dieses Thema auch in der AG Tierrecht (wo ich kurz Mitglied war) intensiv erörtert wurde, hatte Dingo die AG Jagd am 20.02.12 ins Leben gerufen, zu denen ich die beiden Themenseite Gründe und Kritik Anfang März anlegte.
  5. Im Frühjahr 2012 kandidierte ich für die Direktoriumswahl von prolegal IG für den Waffenbesitz e.V.. Die Mailingslistenmitglieder hatte ich bereits vorab auf meine Kandidatur hingewiesen und die Frage gestellt, ob ich mich deshalb von der AG Waffenrecht trennen sollte. Dies wurde von vielen ML-Schreibern abgelehnt.
  6. Am 22.04.2012 wurde ich, zusammen mit den Neu-Piraten Ernst Bader und Nico Catalano in das Direktorium von prolegal - Interessengemeinschaft für Waffenbesitz e.V.gewählt und bin seitdem auch im Vorstand. Bei der ersten folgenden Mumble-Sitzung Anfang Mai 2012 habe ich deshalb meinen Koordinatoren-Posten bei der AG aufgegeben und wir haben eine neue Koordinatorin gewählt.
  7. Der Spiegel versuchte zu ergründen, dass ich die AG sponsere und stellt Fragen nach der Finanzierung zum geplanten VL-Schießen, Flyerdruck und den T-Shirts. All diese Kosten hat jeder Pirat selber getragen. Es gibt keine finanzielle Zuwendungen von mir an die AG. Telefoninterview
  8. Am 08.02.2013 habe ich das prolegal-Direktorium verlassen, da meine Vorstellungen von Lobbyarbeit dort nicht mehrheitsfähig waren: Graswurzelarbeit und Transparenz. [1]

Bin ich eine Lobbyistin?

Sofern darunter der ehrenamtliche Kampf zum Erhalt der Eigeninteressen verstanden wird, ja. Sofern darunter die bezahlte Arbeit von Interessengemeinschaften oder Wirtschaftsverbänden verstanden wird, nein. Legale Waffenhändler in Deutschland haben zivile Kunden und müssen hunderte von Vorschriften beachten. Dabei wird man nicht reich. Zudem gibt es in unserer exportorientierten Branche keine Hersteller, die uns unterstützen. Zum Teil rief mein Engagement sogar gegen den Unwillen der großen Verbände hervor (siehe drittletzter Absatz). Unser Händler-Verband, dem lediglich 1000 Mitglieder angehören, ist zu klein, um politisch etwas zu bewirken. Ähnlich verhält es sich mit der IG prolegal, der z.Z. nur 5000 Mitglieder angehören und somit als Pirat unter allen Verbänden angesehen werden kann (die Konkurrenten haben 30.000 bis 1.500.000 Mitglieder). Von daher definiere ich mich als ehrenamtliche "Interessenvertreterin für Privatwaffenbesitz".

Warum engagiere ich mich?

Seit Winnenden beschäftige ich mich mit Waffenrecht und Waffenkontrolle, weil mir bewusst wurde, dass es kaum veröffentlichte Fakten zu diesem Thema gab. Daher habe ich umfangreiche Researches betrieben, Dossiers publiziert und in Wikipedia Artikel zu zivilen Schusswaffen verfasst, die dort mehr als kritisch zensiert wurden, aber immer noch Bestand haben.

Weil die Eingriffe des Staates in die Grundrechte der Bürger immer mehr zunehmen, sollte jede demokratische Person sich engagieren. Da Waffen und Jagd die Grundlagen meines Lebensunterhalts sind, engagiere ich mich hier. Wäre dies anders, würde ich mich für Datenschutz, Inneres oder Umwelt einsetzen. Ich habe kein Interesse an der Kommunalpolitik oder an einem politischen Amt. Ich habe jedoch ein großes Interesse an Aufklärung mit Fakten. Der Grundsatz der Piraten "statt mit Ideologie mit Sachkunde" zu urteilen, hatte mich bewogen, hier zur Sachkunde beizutragen.

AG Waffenrecht

Ich befürworte den behördlich genehmigten Besitz von Waffen in privaten Händen zur Ausübung legitimer und anerkannter Interessen (Sport, Jagd, Sammeln etc.), wenn die sichere Aufbewahrung und die persönliche Zuverlässigkeit der Waffenbesitzer kontrolliert wird. Damit befürworte ich keinesfalls eine totale Liberalisierung des Waffenrechts.

Dass ich vielen der seit 2003 beschlossenen Verschärfungen kritisch gegenüberstehe bedeutet nicht, dass ich Maßnahmen, die das Sicherheitsrisiko tatsächlich vermindern (wie z.B. die Normen für die sichere Aufbewahrung und Prüfung der Zuverlässigkeit des legalen Besitzers), negiere. Die Maßnahmen, die 2001 von den betroffenen Verbänden und der Polizei am "Runden Tisch" ausgearbeitet wurden, unterstütze ich. Die danach von den Innenministerien geforderten und gesetzlich niedergelegten zusätzlichen Restriktionen sind auf Erforderlichkeit und Gleichheitsgebot zu überprüfen und gegebenenfalls zurückzunehmen.

AG Jagd

Als Jagdprüfungs-Absolventin (Grünes Abitur) ohne Passion vor über 30 Jahren interessiere ich mich nicht für den Abschuss von Trophäenträger, sondern für die Hege der Jäger, die vom Wildtiermanagement, über Verbesserung von Biotopen für die Biodiversität bis hin zur Aufklärung insbesondere für Kinder (Stichwort Lernort Natur) reicht. Die Jagd steht nicht generell im Widerspruch zum Natur-, Umwelt- und Tierschutz, sondern ist in vielen Fällen sogar eine Verfechterin dieser Beschützer gegen die (kapitalistischen) Forderungen der der Forst- und Landwirtschaft. Hierbei ist zu beachten, dass insbesondere der Staat Waldeigentümer ist und daher ist die Wald-vor-Wild Strategie staatlicher Aktionisten besonders kritisch zu betrachten.

Nicht alle Jäger sind Natur-/Umweltschützer, aber vielen Jägern und Jagdpächtern ist daran gelegen, eine natürliche Wildpopulation in ihrem Pachtrevier zu erhalten. Diese natürliche Wildpopulation ist durch unsere Kulturlandschaft (Land-/Forstwirtschaft) bedroht. Wildtiere vermehren sich überproportional durch vermehrte Futterangebote/fehlende Beutegreifer (Wildschwein/Reh). Andere sterben aus wegen fehlendem Futter/Rückzugsmöglichkeiten/zuvielen Beutegreifen (Fasan/Hase/Rebhuhn). Waldbesitzer benennen Rehwild (=Bambi) als Schädlinge, Naturschützer empfinden Rabenvögel und Füchse (=Beutegreifer) als bedrohte Arten. Jäger möchten Rehe erhalten und Beutegreifer, wie Rabenvögel und Füchse dezimieren.

Meine Vision sind "Runde Tische", die die Anforderungen aller Nutzer berücksichtigen (Landbau/Forstbau/Jagd/Tourismus/Naturschutz/Tierschutz) in Betracht ziehen. Dazu gehören u.a auch Reiter, Spaziergänger, Pilzsammler und Geocacher, die - sofern sie sich an Absprachen halten - auch ihre berechtigten Interessen an der Nutzung der Naturräume haben. Aus diesem Grund bin ich auch der AG Tier, Halter und Recht beigetreten, die die Rechte der Bürger gegen den Staat und den Grundeigentümern von Wald und Flur verteidigen möchte. Die Ressonanz war gering, so dass ich jetzt Mitglied der AG Tierschutz bin, dort aber nur die Themen verfolge, die mit Haustierhaltung und Wild zu tun haben, welche z.Z. nur rudimentär behandelt werden.

Austritt März 2014

Leider ist meine Vision: "so wenig Gesetze wie möglich, so viel wie nötig" einer neuheitlichen Politik der Schwarmintelligenz völlig ad acta gelegt worden.

Stattdessen sehe ich bei vielen Piraten mehr Gesetze, mehr Einschränkungen, mehr Kontrollen und einen totalitären Zwang der "Besserwisser". (Ich weiss, was gut für dich ist und daher musst du machen, was ich will).

Eingetreten bin ich, weil 2011 in den Reden von Sebastian und Marina rüberkam, dass das Volk ziemlich genau weiß, was gut für den Einzelnen ist. Deshalb wäre mehr Vertrauen ins Volk nötig, Abschaffung von Kontrollen und statt Gesetze für die Allgemeinheit besser eine Strafverfolgung des Einzelnen, wenn dieser sich falsch verhält.

Eigenverantwortung durch Aufklärung statt Kontrolle über Gesetze. Davon ist aktuell nichts mehr übrig geblieben.

Gerne komme ich zurück, wenn sich das Parteienumfeld ändert. Aktuell gibt es keine alternative Partei, in der ich mich wiederfinden würde. Drum bleibe ich parteilos.

Ich danke der PP für die vielen neuen Kontakte und für das Wiki, an dem ich weiterhin mitarbeiten werde.