BY:Landesparteitag 2012.2/Antragsfabrik/Offene Bildungsmedien

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Tango-preferences-system.svg Dies ist ein Positionspapier (im Entwurfsstadium) für den BY:Landesparteitag 2012.2 von IG Offene Lernmedien/FG Bildung: Thomas, Christoph, Alex.

Bitte hilf mit diesen Antrag zu verbessern und zu erweitern. Bitte bekunde auch Deine Unterstützung oder Ablehnung auf dieser Seite. Eine Übersicht aller Anträge findest Du in der BY:Landesparteitag 2012.2/Antragsfabrik.

Positionspapier Antrag Nr.
EA21
Beantragt von
IG Offene Lernmedien/FG Bildung: Thomas, Christoph, Alex
Titel 
Offene Bildungsressourcen
Antrag

Wir fordern:

  1. Sämtliche Lehr- und Lernmittel, die aus öffentlichen Mitteln finanziert werden, sollen als offene Bildungsressourcen (OER, engl. Open Educational Resources) bereitgestellt werden müssen.
  2. Alle öffentlichen Bildungseinrichtungen sollen ihren Bildungsauftrag durch den ausschließlichen Einsatz von OER erfüllen können müssen.
  3. Das Land Bayern soll dafür sorgen, dass eine freie, offene digitale Bildungsplattform bereitgestellt wird, auf der OER gefunden, geordnet, individuell abgerufen, veröffentlicht, ausgetauscht, kommentiert und gemeinsam verbessert werden können. Die Zusammenarbeit mit weltweiten OER-Initiativen soll gefördert werden.

OER sind frei zugängliche Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen, die gemeinfrei sind oder auf Basis freier Lizenzen und offener Formate und Standards die Verwendung und Veränderung ohne unnötige Hürden erlauben. OER umfassen insbesondere vollständige Kurse, Kursmaterialien oder -aufgaben, Lehrbücher, Tests, Bilder, Videos oder Software sowie andere Werkzeuge, Materialien oder Techniken, die genutzt werden, um den Wissenserwerb zu unterstützen und zu strukturieren.

Lehrende und Lernende sind bisher darauf angewiesen, zum großen Teil auf nicht frei verfügbare Inhalte oder Medien zurückzugreifen. Hiermit sollen alle für den Bildungsauftrag relevanten Lehr- und Lernmedien in öffentlicher Hand sein bzw. der Gemeinschaft frei zur Verfügung stehen. Es steht Benutzern und Unternehmen frei, die Medien in andere Formate (z.B. Ausdruck eines E-Books) zu konvertieren, aufzubereiten, zu verkaufen oder zu verleihen. Dies würde jedoch für die Benutzung nicht mehr zwingend notwendig sein. Die OER können auch im Auftrag der öffentlichen Hand von Autoren erstellt und damit "freigekauft" werden. Durch die Nutzung von OER können die Kosten für Lernende und Lehrende deutlich reduziert werden und die Flexibilität erhöht werden.

Die Lehrenden haben bisher zu wenig Möglichkeiten oder Anreize, Lehrmedien mit anderen Lehrenden frei auszutauschen, und können daher kaum auf existierende erprobte Medien zurückgreifen. Daher wird das Rad immer wieder neu erfunden anstatt es gemeinsam zu verbessern. Die betroffenen Lernenden können auch nicht aktiv an der Verbesserung teilnehmen bzw. mitbestimmen. Der Zugriff und die Verwendung existierender Medien soll deutlich vereinfacht werden. Dies soll durch eine offene Bildungsplattform geschehen, die als zentraler Anlaufpunkt dienen kann. Dadurch sollen Synergieeffekte genutzt werden können und die Lehrenden zu mehr Zusammenarbeit angehalten werden, um eine Vielfalt von Medien zu schaffen, die den individuellen Bedürfnissen jedes Lernenden besser gerecht werden.

Begründung

Die Grundideen hinter freier Software werden hiermit auf Bildungsressourcen angewendet. Forderung 1. ist aus dem Grundsatzprogramm konkret für Bildungsinhalte abgeleitet. Forderung 2. ergänzt bisherige Forderungen nach Lehrmittelfreiheit um die Offenheit der Bildungsressourcen. Dies würde zu mehr Unabhängigkeit der Bildung von kommerziellen Anbietern führen. Forderung 3. stellt sicher, dass diese offenen Bildungsressourcen (OER) einfach und frei ausgetauscht, verbessert und individuell angepasst werden können. Dadurch wird die Zusammenarbeit im Bildungsbereich gefördert.

Der Antrag korrigiert und erweitert ein früheres Positionspapier zu freien Lehrmitteln.






Unterstützung / Ablehnung

Piraten, die vrstl. FÜR diesen Antrag stimmen

  1. Thomas 14:19, 31. Aug. 2012 (CEST)
  2. Sandra Schoen 15:38, 31. Aug. 2012 (CEST)
  3. Christian Haas
  4. Daniel Seuffert
  5. Martin Schön
  6. Christoph
  7. Andreas Herz
  8. Christian Baumeister (Chris),
  9. Umrath
  10. Tobias 'EscaP' Stenzel
  11. Roland Moriz
  12. Volkerm

Piraten, die vrstl. GEGEN diesen Antrag stimmen

  1.  ?
  2.  ?
  3. ...

Piraten, die sich vrstl. enthalten

  1.  ?
  2.  ?
  3. ...

Überarbeitungsvorschläge

  • Ich schlage vor, den Begriff "Offene Bildungsressourcen" zu verwenden, da ich vermute dass diese mit "offenen Bildungsmedien" gemeint sind. Der Begriff der offenen Bildungsressourcen ist schon halbwegs etabliert und eine Übertragung aus dem engl. Open Educational Resources. Hierzu gibt es eine Reihe von (wiss.) Veröffentlichungen und Projekte!Sandra schoen 16:03, 31. Aug. 2012 (CEST)
  • Hinweise auf die Bedeutung von Offenen Bidungsressourcen, wie sie auch von Einrichtungen wie der Europäische Kommission (Förderprogramm Life Long Learning), der UNESCO gefordert werden wären fein und würde zeigen, dass die Piraten hier nicht was total verrücktes fordern.Sandra schoen 16:03, 31. Aug. 2012 (CEST)
  • Die "Definition" der offenen Bildungsressourcen würde ich abgleichen mit einer der bekannten (z. B. in den Veröffentlichungen von Geser, 2007, Muuss-Merholz, 2012, Schön & Ebner, 2011 etc.) - warum hier was eigenes stricken.Sandra schoen 16:03, 31. Aug. 2012 (CEST)
  • zum ersten Punkt "Sämtliche Lehr- und Lernmittel, deren Erstellung aus öffentlichen Mitteln finanziert wird, sollen als offene Medien bereitgestellt werden müssen." - bei dieser konkreten Formulierung ändert sich ggf. nichts, z. B. im Schulbuchsektor - dort wird ja nicht die Erstellung finanziert, sondern später Bücher abgekauft (nur solche, die zugelassen wurden). Prinzipiell muss das rein, dass geförderte Projekte etc. immer nur Materialien als OER hergeben dürfen, aber für die Schulbücherpraxis muss die Formulierung evt. ergänzt / umformuliert werden.Sandra schoen 16:03, 31. Aug. 2012 (CEST)
  • "zu verkaufen" ist zwar prinzipiell eine gute/interessante Forderung (urheberrechtsmäßig), hat aber nicht unmittelbar mit der Forderung nach Zugang zur offenen Bildung zu tun, eine CC-NC-BY Lizenz würde mir zum Beispiel schon reichen :) Sandra schoen 16:03, 31. Aug. 2012 (CEST)
  • Zur Begründung: Das Problem ist nicht (nur), dass es nicht ausreichend "kostenfreie" Angebote für Lehrende gibt, sondern z.B. dass vorhandene gedruckte Lehrwerke nicht digitalisiert werden dürfen um im Unterricht eingesetzt werden zu dürfen (z. B. am Beamer, kein Witz!) oder dass Schüler/innen ihre Vokabeltrainer-Daten zur Verfügung stellen können (z.B. bei Cobocards, die Reihenfolge der Vokabeln obliegt quasi den Schulbuchverlagen!). So dürfen Youtube-Videos nicht ohne weiteres im Hörsaal vorgespielt werden (!) ... bei der Begründung würde ich, s.o. auf Einrichtungen verweisen, die z. B. die Pariser OER Declaration unterzeichnet haben. Sandra schoen 16:03, 31. Aug. 2012 (CEST)
    • hallo Sandra. Vielen Dank für dein Feedback. Könntest du mich bitte kontaktieren damit ich deine Vorschläge besser nachvollziehen/umsetzen kann? die Diskussion im Wiki ist sehr umständlich. lg --Thomas 16:42, 31. Aug. 2012 (CEST)

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